5.8.17

Heartbeats

USA 2016 Regie: Duane Adler mit Krystal Ellsworth, Amitash Pradhan, Paul McGillion 107 Min. FSK: ab 0

Noch ein Tanzfilm und tatsächlich auch noch einer von Duane Adler, dem Drehbuchautor von „Save The Last Dance", „Make It Happen" und „Step Up". Doch wenn man jetzt affektierten und hirnlosen Mist differenzieren muss, ist „Heartbeats" ein noch schlechterer, extrem oberflächlich mit seinem exotischen Indien-Setting umgehender Tanzfilm.

„Ich fühle mich nur lebendig, wenn ich tanze" - solche Sätze müssen die Pappfiguren solcher Hüpfdohlen-Filmchen selbstverständlich immer absondern. Auch „Heartbeats" ist eine Steilvorlage für ein Phrasen-Bingo zum Tanzfilm-Genre. Klar, dass die junge Kelli Andrews (Krystal Ellsworth) zwischen Berufung und Beruf steht, zwischen ihrem Traum vom Tanzen und der von den Eltern erwünschten Jura-Ausbildung. Mit diesem Konfliktchen einer derart reichen Familie, dass Studienfinanzierung eigentlich keine Rolle spielen sollte, geht es zu einer indische Hochzeit - der lahmsten und humorlosesten der Filmgeschichte. Kellis Treffen mit einem Traummann führt zu vielen mäßigen Tanznummern in künstlicher und behaupteter Stimmung. Man sieht den Statisten förmlich an, dass ihr Schmerzensgeld viel zu gering ausfiel. Deshalb klatschen sie immer im falschen Rhythmus, was tatsächlich einfach schlechte Cutter-Arbeit zeigt. Eine Woche mit Hochzeitsvorbereitungen, Anproben und Tanzkursen versammelt Liebesdramen, die in einer Preview nur als Lachnummer funktionierten.

Die Hauptdarstellerin, deren Name schon vergessen ist, hat einschläfernden Charme und Charisma auf Sparflamme. Die Musiknummern, schlecht zusammengeschnibbelter Restekram aus anderen schlechten Tanzfilmchen mit billigen Popliedchen, sind kläglich. Jeder echte Bollywood-Film tanzt diese Kindergarten-Aufführung schwindelig. Dazu wird schamlos Weichzeichner über die Leinwand gekleistert und der soziale Hintergrund von Mumbai, das hier immer noch Bombay heißt, weitgehend ausgeblendet. Herzlos!

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