18.4.17

Conni & Co. 2 - Das Geheimnis des T-Rex

BRD 2017 Regie: Til Schweiger mit Emma Schweiger, Heino Ferch, Iris Berben, Ken Duken 96 Min. FSK: ab 0

Reden in Silber, Schweiger ist Schrott: Wenn Papa Schweiger schon wieder die Tochter inszeniert, muss man schmerzlich erkennen, dass es Schlimmeres gibt als allein die nuschelnde Action-Niete und Schweighöfer-Imitat Til. Die völlig untalentierte 14-jährige Emma Schweiger macht die einfältige, einfallslose Kindergeschichte „Conni & Co" auch im zweiten Aufguss zum Totalausfall.

Die kostenlose Sommerfrische von Conni (Emma Schweiger) und ihren Freunden in der freien Natur der Kanincheninsel vor den Toren von Neustadt ist bedroht: Der sehr dämliche Bürgermeister (Heino Ferch) will ein „Gigantotel" samt Autobahn-Anschluss auf der Insel bauen, weil er dafür vom Immobilien-Unternehmen eine Villa geschenkt bekommt. Da der fast arbeitslose Vater von Conni (Ken Duken) als Architekt den Auftrag erhält, gibt es Knatsch in der Familie. Aber vor allem tritt Connis Kinderbande in Aktion, um die Naturzerstörung zu verhindern. Hilfreich ist dabei der Fund eines riesigen Dinosaurier-Knochens (aus sichtbarer Pappmaché) auf der Insel.

Der Simpel-Konflikt „Erholung für alle" gegen „Enteignung für Immobilien-Spekulanten" ist als Grundidee ebenso dürftig wie das grob geschnitzte Ensemble. Lächerliche Figuren wie der korrupte und übertrieben unsympathische Bürgermeister oder die tussihafte Sekretärin müffeln mit der verbreiteten Autoritätshörigkeit stark nach frühen 60er Jahren. Selbst die wirtschaftlichen Probleme sind von gestern - niemand ist hier mit Hartz IV oder mit zwei Jobs arm. Ganz arm allerdings das Hauptziel dieser Schweiger-Filmreihe, die Integration der als Schauspielerin absolut unfähigen Tochter Emma, so was wie eine altmodische Arbeitsbeschaffungs-Maßnahme: Ausdrucksschwach in Gesicht und Stimme wird das überforderte Kind selbst von allen anderen jungen Darstellern an die Wand gespielt. Da ist Fremdschämen angesagt. Wie bei Kinderfilmchen überglücklicher Eltern, nur auf anderthalb Stunden ausgedehnt. Die Markt-Power von Produzent, Ko-Autor und Regisseur Schweiger zeigt sich in einer Seilschaft ernsthafter Schauspieler, die überzogene Figuren facettenreich und hölzern wie Kasperletheater hinlegen müssen. Das ganze Elend wird dann noch von einer schrecklichen Pop-Soße übergossen und fertig ist der Anti-Kinderfilm des Jahres.

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