18.4.17

Bleed for This

USA 2016 Regie: Ben Younger mit Miles Teller, Aaron Eckhart, Katey Sagal, Ciarán Hinds 117 Min. FSK: ab 12

Diese ungewöhnliche Boxer-Geschichte kommt mit Miles Teller („Whiplash", „War Dogs", „Fantastic Four") als Empfehlung, und gleich die erste Szene macht richtig Spaß: Wie der Vinny Pazienza (Teller) mit Tricks in letzter Minute das Gewichtslimit für seinen Leichtgewichts-Kampf schafft, taucht satt und stilvoll mitten in den Zeitkolorit der 80er-Jahre und das Milieu der italienisch-stämmigen Familie Pazienza ein. Unter der Leitung von Vater und Manager Angelo Pazienza (Ciarán Hinds) bringt Vinny der Sieg wegen Dehydrierung ins Krankenhaus. Mit neuem Trainer und gleich zwei Gewichtsklassen schwerer wird er dann Weltmeister und
bei einem Autounfall fast umgebracht. Der Schlag gegen denn Kopf brachte in Millimeter vor die Querschnittslähmung, doch der in seiner unbedarften, offenen Art sympathische junge Mann nimmt nach einer relativ kurzen Krise mit Gestell auf den Schultern, das seinen Nacken stützt, unter hohem Risiko wieder das Training auf.

Das hat nur fast die Fallhöhe von Eastwoods „Million Dollar Baby" ist aber sowohl im intensiven Spiel als auch in der atmosphärisch dichten Inszenierung bemerkenswert. Erstaunlich, wie Miles Teller, noch so präsent als sensibler Musikstudent aus „Whiplash", auch den rauen Boxer hinbekommt. Als Trainer Kevin Rooney beeindruckt Aaron Eckhart, als Vater und Manager ist Ciarán Hinds, gerade noch mit Ewan McGregor in der Jesus-Versuchung „40 Tage in der Wüste", zu sehen.

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