5.3.17

Sleepless

USA, 2017 Regie: Baran bo Odar mit Jamie Foxx, Michelle Monaghan, Dermot Mulroney 95 Min. FSK: ab 16

Der Drogenfahnder Vincent (Jamie Foxx) beklaut mit seinem Partner Sean (Tip „T.I." Harris) nach Feierabend die eigene Kundschaft. Allerdings waren die 25 Kilo aus dem letzten Raubzug für einen großen Boss bestimmt, die Aktion sorgt für großen Aufruhr in der Szene. Der Casino-Boss Stan Rubino (Dermot Mulroney) entführt den Sohn von Vincent. Der wahnsinnig loyale Sohn des Gangsterbosses (Scoot McNairy) dreht bei Rubino derweil die Daumenschrauben an. Jennifer Bryant (Michelle Monaghan) von der Internen Polizeiaufsicht ist sowieso hinter Vincent her, aber auch wieder auf eigene Faust unterwegs, weil sie von den Kollegen als überspannt eifrig abqualifiziert wird.

Der Schweizer Baran bo Odar („Das letzte Schweigen", 2010) beeindruckte mit seinem letzten Film, der Hacker-Thriller „Who Am I", Publikum und Hollywood, das sich sogar die Rechte für eine Neuverfilmung des Films sicherte. „Sleepless", das Remake des französischen „Sleepless Night - Nacht der Vergeltung", ist nun die erste US-Regie des Wahl-Berliners: Die Action darin dicht gepackt um gleich eine Handvoll Akteure mit unterschiedlichen Interessen. Alles hängt am korrupten Polizisten Vincent und alles findet nach einer 30-minütigen Einführung in den Räumen eines Vegas-Casinos statt. Der Film findet über die obligatorische Messerwerferei in der Hotelküche hinaus keine originellen Örtlichkeiten für die routinierten Prügeleien. Jamie Foxx zieht den verzweifelten Papa im Wutrausch vor allem körperlich durch, Nuancen im Schauspiel sind da nicht gefragt.

Das Finale in der Tiefgarage ist dann der Tiefpunkt des Films, weil auch hier wieder reihenweise Auftritte auch aus Familienkreisen die ernste Ballerei boulevardesk albern machen. Das würde man mit einem grinsenden Bruce Willis als gelungen bezeichnen, in dieser humorlosen Umgebung geht es schief - trotz aller Sicherheit in der Inszenierung. Das immer noch interessante Regie-Talent Baran bo Odar hat mittlerweile „Dark" fertiggestellt, die erste in Deutschland für Netflix gedrehte Serie, eine 10-teilige Mystery-Produktion.

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