1.3.17

Die Frau im Mond

Frankreich, Belgien, Kanada, 2016 (Mal des Pierres) Regie: Nicole Garcia mit Marion Cotillard, Louis Garrel, Alex Brendemühl, Brigitte Roüan 121 Min. FSK: ab 6

Der dritte „Zauberberg"-Film in einem Monat! Müssen wir das als Zeichen einer kranken Zeit ansehen? „Die Frau im Mond", die eigenwillige, junge Gabrielle Rabascal (Marion Cotillard) wandelt anfangs in Lavendel-Feldern, verliebt sich immer völlig aussichtslos in unerreichbare Männer, verheiratet oder besser noch sterbenskrank. Die Mutter zwingt Gabrielle in eine arrangierte, völlig unpassende Ehe mit einem älteren spanischen Wanderarbeiter, nur damit die Unruhstifterin aus dem Haus und dem Dorf verschwindet. Diese Zwangsheirat im Frankreich der vierziger Jahre bringt die Frau über die Jahre ins Alpen-Sanatorium, wo sie sich erneut wahnsinnig in den schönen Louis Garrel verliebt, der einen jungen Militär spielt.

Marion Cotillard kann eigentlich alles spielen, schafft es aber nur so gerade, den großen Alters-Sprung in diesem Film hinzubekommen. Sie hält aber immerhin das Interesse an dieser im dauernden Liebeswahn etwas eindimensionalen Frau, denn Nicole Garcias Verfilmung des Romans „Mal di pietre" von Milena Agus kann erst im Finale mit überraschenden Wendungen und Einsichten bewegen. Trotzdem, und das ist das Erstaunliche an diesem Film, ist er in seinen einschmeichelnd schönen Retro-Bildern so gut und sicher inszeniert, dass man dieser Figur gerne auf ihrem eigenwilligen Weg folgt.

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