5.5.14

Bad Neighbors

USA 2014 (Neighbors) Regie: Nicholas Stoller mit Seth Rogen, Zac Efron, Rose Byrne, Christopher Mintz-Plasse, Dave Franco 97 Min. FSK: ab 12

Mac (Seth Rogen) und Kelly Radner (Rose Byrne) sind angekommen, haben alles, was man sich wünscht: Ehe, Baby, Eigenheim in ruhiger Wohngegend. Allerdings auch keine Energie für Partys mehr und Mac kifft nur noch heimlich auf der Arbeit. Wie gemein, dass dieses Pärchen, das sich immer noch jung glaubt, ausgerechnet eine wild feiernde Studentenverbindung ins Nachbarhaus gesetzt bekommt. Jetzt will man ja nicht spießig sein, aber das „Haltet euch zurück!" kommt bei der ersten Begegnung nicht ganz entspannt von den Lippen. Aber die erste Nacht wird noch gemeinsam wild gefeiert. Was sich in der zweiten Nacht als Fehler erweist, weil auch da wieder durchgemacht wird und die herbeigerufene Polizei auf Handy-Videos die Anrufer selber beim Feiern sieht. Ab jetzt führt das exzessive Feiern zu einem eskalierenden Kleinkrieg zwischen Bürgern und Studenten.

Das sind schon viel zu viele Worte für die vorhersehbare Grundkonstellation des Films, die nur mit ausführlichen Szenen von Studenten-Orgien und Koma-Saufens angedickt wird. Wobei dies jetzt nicht ein wilder, junger Spaß-Film im Stile von „Projekt X" ist. Selbst der Klassiker „Animal House" von John Landis ist dagegen komplexes Meisterwerk und Lacherfolg. Wir befinden uns mit „Bad Neighbors" auf der anderen Seite des Spaßes und letztlich wird die Biederkeit familiärer Langeweile siegen. Das einzig Wilde das bleibt, ist sich weiterhin pubertäre Filme anzusehen. Denn im Geiste des „lebenslänglich pubertär" vieler Komödien - siehe „Jungfrau (40), männlich, sucht..." und andere Produktionen von Judd Apatow - hat „Bad Neighbors" selbstverständlich auch Bad Taste-Humor, mit Muttermilch-Spritzereien und Gummi-Dildo-Duell. Kurz: Viel ungebrochen Erbrochenes.

Seth Rogen spielt das Problem wie immer mit seinen Albernheiten über der ebenfalls sichtbaren Frustration, ist aber weit weg von der Tiefe seiner guten Rolle in „Take This Waltz". Eine doppelte De Niro-Parodie der Gegenspieler Zac Efron und Dave Franco muss reichen, damit wenigstens der Trailer nicht abschreckt. Das Missverhältnis von Qualität und Quantität erreicht mit „Bad Neighbors" wieder einen Höhepunkt, denn wahrscheinlich zeigen die meisten Kinos wieder diesen sehr schwachen aber lauten Film, während man nebenan die Qualitätsfilme nicht mehr verstehen kann.

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