7.4.14

Sabotage (2014)

USA 2014 Regie: David Ayer mit Arnold Schwarzenegger, Sam Worthington, Olivia Williams, Terrence Howard 109 Min.

Nein! Nicht der schon wieder! Ex Gouverneur Schwarzenegger als mäßig verkleideter Fitness-Trainer war letztens in einer Art „Versteckter Kamera" nur mäßig spaßig. Als schlecht verkleideter Drogenfahnder-Opa macht er in „Sabotage" ganz bitter ernst und das ist nicht mal mehr unfreiwillig komisch, das ist unerträglich.

Diese nächste, unnötige Folge von hüftsteifer Altherren-Action beginnt extrem brutal mit einem Foltervideo und einem alten Mann davor. Dass John "Breacher" Wharton (Arnold Schwarzenegger) verbittert die Mörder von Frau und Sohn rächen will, spielt in diesem wirren Filmchen nur am Anfang und im noch mehr verunglückten Finale eine Rolle.

Zwischendurch beklaut sein wildes Team von DEA-Bullen mitten im Einsatz die Bösen und den Staat. Als ihnen jedoch ihr Beifang von zehn Millionen Dollar von Unbekannten weggeschnappt wird und sie dann auch noch selbst verdächtig sind, dreht das Team aus durchgeknallten Typen - tätowiert verkörpert von meist mittelmäßigen Schauspielern - komplett durch. Einer nach dem anderen wird spektakulär ermordet, die ermittelnde Polizistin taucht als einzig interessanter Charakter auf, bis sie bei einer völlig unglaubwürdigen Affäre mit dem wesentlich älteren und dämlicheren Breacher auch zur Witzfigur wird.

Eine wenig originelle, blödsinnige Auflösung (Breacher klaute selbst die Millionen, um sich rächen zu können) krönt dieses grob zusammengeschusterte Unglück. Selbst wenn Brutalität, gefeierte Selbstjustiz, verklemmtes Spießertum und eine Racheorgie nicht so verachtenswert wären, Regisseur David Ayer („End of Watch", „Street Kings") hat wahrscheinlich so viel Koks vom Set eingeatmet, dass er die Kontrolle über den Seniorenfilm völlig verlor. Nun warten wir auf das deutsche Remake der Erfolgs-Serie „Ex-Ministerpräsidenten im Action-Taumel" mit Ministerpräsident Wowereit als Undercover-Agent der Party-Szene, Stefan Mappus als Millionen-Dieb mit brutaler Schlägertruppe oder Wonder-Woman Hannelore Kraft mit ihrem unerschöpflichen, aber etwas stinkigen Energie-Vorrat…

Keine Kommentare: