29.4.14

Die Schadenfreundinnen

USA 2014 (The other woman) Regie: Nick Cassavetes mit Cameron Diaz, Leslie Mann, Nikolaj Coster-Waldau, Don Johnson, Kate Upton 109 Min. FSK: ab 6

Der schlampig umgesetzte Komödienversuch „Die Schadenfreundinnen" hat derart viele Mängel und Probleme, dass allein die Länge der Aufzählung ihm zu viel Ehre erweisen würde. Zu erwähnen, dass Leslie Mann neben dem eigentlichen, sehr müde agierenden Star Cameron Diaz als Konkurrentin um den gleichen Mann groß auftrumpft, würde zu viele Erwartungen auf dieses lästige Nichts wecken.

Nach acht Wochen wandelt sich die wilde romantische Liebe der eiskalten Erfolgs-Anwältin Carly (Cameron Diaz) zum Reinfall, als sie Schönling Mark (Nikolaj Coster-Waldau) im sexy Klempner-Outfit überraschen will, aber die Haustür durch Ehefrau Kate (Leslie Mann) geöffnet wird, von der die Geliebte bislang nichts wusste. Nach dieser, weiteren überzogen albernen Szene wird die in allem gegensätzliche Kate erst zur begriffsstutzigen Nervensäge und dann zur Freundin von Carly. Als im Laufe von oft hinrissigen Entwicklungen noch eine weitere Geliebte auftaucht (Bikini-Modell Kate Upton als Playboy-Poster in 3D oder DDD), entschließt sich das beleidigte Trio zur Rache. Der Film zappelt ab jetzt völlig zotig und ziellos herum.

„Die Hexen von Eastwick" würden diesen kläglichen Versuch, Komödie mit Frauen-Solidarität zu verstricken, mit einem ganzen Puppenhaus von Voodoo-Nadelkissen bestrafen. Statt entblößendem Sarkasmus gibt es mal eine unmögliche Kurve zur Romantik, dann vergisst das Drehbuch die Carly von Diaz, dann will der bösartig herbeigeführte Durchfall überhaupt nicht mehr aufhören. Das ganze Elend verläuft sowieso unendlich langatmig, echte Komödienregisseure wie Blake Edwards hätten das in siebzig Minuten abgehandelt. Zudem noch mit inszenatorischer Sorgfalt, die hier völlig fehlt. (Dass Nick Cassavetes nach respektablen Schmonzetten wie „Beim Leben meiner Schwester" und „Wie ein einziger Tag" hier die Regie vergeigte, ist ziemlich unglaublich.) Einzig ein paar gelungene Slapstick-Momente von Leslie Mann überraschen in diesem Umfeld. Bitte gebt der Frau ein vernünftiges Drehbuch und gute Regie.

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