5.11.13

Sharknado (DVD)

Regie: Anthony Ferrante

Der weiße Hai vom Winde verweht - das kann nur die filmische Rache für jede je vergossene Schale Haifischflossensuppe sein. Gleich eine ganze Reihe von Tornado macht aus den Beißern der Meere fliegende Fische, die einen Luftangriff auf Los Angeles starten. Zuerst erleiden Strandbesucher Verwundungen aus heiterem Himmel, dann werden überall im Vorbeiflug Gliedmaßen abgeknabbert.

Nach dem noch halbwegs anständig umgesetzten Fischabfall „Bait - Haifische im Supermarkt" ist „Sharknado" wirklich Trash von historischer Dimension. Zwar wird anfangs gleich zweimal in einer Minute Spielberg mit „Der weiße Hai" und „1941 - Wo bitte geht's nach Hollywood" zitiert, doch dann bekommt man den Kiefer vor Staunen nicht mehr hochgeklappt: Die Anschlüsse passen nicht, die Kulissen sind noch billiger als die Fischattrappen. Erbärmliche Tricks, so schlecht wie das heutzutage kein Computer mehr machen kann, extrem unmotivierte Statisten.

Aber mal ganz ernst: Bei diesem Sushi mit der Kettensäge, dem gegrillten Fisch auf Hochspannungsleitungen geht es doch nur um solchen Blödsinn und irrwitzige Splatter-Einlagen. Bis zum letzten auserwählten Einschnitt in die Haifilm-Geschichte. Obwohl, die französische Variante von „End", nämlich „fin" (Flosse), zu Beginn des Abspanns ist der erste und einzige sublime Scherz dieses monströs üblen Vergnügens.

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