4.11.13

Escape Plan

USA 2013 (Escape Plan) Regie: Mikael Håfström mit Sylvester Stallone, Arnold Schwarzenegger, Jim Caviezel, Faran Tahir, Amy Ryan, Sam Neill, Vincent D'Onofrio, Vinnie Jones 115 Min.

Er ist gefangen und kommt nie mehr raus - aus seinem alten Rollen-Schema: Sylvester Stallone gibt bis zur Selbstparodie weiterhin den Muskel-Macho, auch wenn seine Bewegungen nur noch steif und dem Alter von 67 entsprechend rüberkommen. Diesmal gibt er den ehemaligen Staatsanwalt Ray Breslin, der sich für viel Geld einsperren lässt, um die Schwachstellen der Gefängnisse herauszufinden und immer wieder zu entkommen. Selbstverständlich fordert dies Jim Caviezel (Hobbes), den besonders üblen Leiter einer illegalen Haftanstalt heraus, der im Bauch eines Hochseefrachters nach dem Handbuch Breslins eine ausbruchssichere Anlage glaubt geschaffen zu haben. Dass es Breslin - mit lächerlicher Leichtigkeit - doch gelingt, ist ebenso sicher wie dessen Zusammenarbeit mit Emil Rottmayer (Arnold Schwarzenegger), der auch auf Ewig im Schiffsbauch verschwinden sollte.

Weshalb sich Breslin und Rottmayer vertrauen, warum der Schiffarzt (Sam Neill maximal unterfordert) seinen Job macht und was Breslins Mitarbeiter (Vincent D'Onofrio) zum Verräter macht - all das bleibt offen. Elemente des Knastfilms werden zusammenhangslos in den alten Kahn gekehrt, ein illegaler Knast auch im Auftrag der CIA ist niemals ein Aufreger. Die Action ist so lahm wie die alten Herren, zu leicht und unspannend klappt die Flucht. Da braucht man gar nicht erst Genre-Meisterwerke wie „Die Verurteilten" („The Shawshank Redemption") heranzuziehen. Weitere Peinlichkeiten gibt es reichhaltig, Vinnie Jones muss etwa die ganze Zeit im Latex-Anzug rumlaufen. Schwarzenegger macht sich in der deutschen Synchronisierung mit Österreicher Akzent lächerlich. Ungelenk wie Stallones Bewegungen ist auch die Montage, bis hin zum angeklebten Epilog, mit dessen Verschnitt nicht mal ein schulisches Filmprojekt durchkommen würde. Lebenslänglich in Ketten auf einer Galeere ist hier das einzig mögliche Urteil.

Keine Kommentare: