16.10.13

Insidious: Chapter 2

USA 2013 (Insidious: Chapter 2) Regie: James Wan mit Patrick Wilson, Rose Byrne, Ty Simpkins 106 Min. FSK: ab 16

Ein Geist sucht Hollywood heim - der Geist der Wiederholung und der Einfalt: Gruselfilme nach Schema F sind mittlerweile bei Schema O, P und Q angekommen, wenn man analog zu den C-Promis buchstabiert. Dabei war der erste Teil doch recht unblutig und sehr spannend. Die Handlung wurde angetrieben von neuen Wendungen, so wie die Szenen im Schnitt mit vielen kleinen Sprüngen beschleunigt wurden. Die Fortführung jetzt, die mal keine freie ist, sondern bei der Familie Lambert bleibt, stammt zwar vom gleichen Regisseur James Wan, der mit der „Saw"-Reihe berühmt und reich geworden ist, aber irgendwie scheint er diesen Film im Koma gemacht zu haben.

Womit wir beim Thema wären, Papa hatte damals seinen Sohn aus dem Koma gerettet, liegt jetzt aber selbst in einem solchen. Derweil will irgendwas zuhause bei der Familie auf sich aufmerksam machen. Zur Begrüßung sagt die Geisterjägerin: In meiner Branche passieren Dinge, wenn es dunkel wird. Genau, immer wenn es dunkel wird, sollen wir Angst haben und uns erschrecken. Dabei steht schon nach fünf Minuten die entscheidende Frage an den Geist, der das Haus befallen hat, fest: Was willst du hier? Der erste Schockmoment kommt dann nach sieben Minuten und die absolut geistlose Routine ist so schreiend wie die Tonspur. Die Auflösung lässt eine zu lange Weile auf sich warten. Ein paar Fragen bleiben: Wieso das alles immer wieder? Und: Wenn man sich erschrecken will, warum schaut man dann nicht einfach in den Politikteil der Zeitung - oder auch in die Klatschspalten?

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