6.8.13

This is the end

USA 2013 Regie: Seth Rogen, Evan Goldberg, mit James Franco, Jonah Hill, Seth Rogen, Jay Baruchel, Danny McBride, Rihanna, Emma Watson ca. 95 Min.

„Das ist das Letzte!" - so lautet ganz offiziell der eigentliche Titel dieser filmischen Energie- und Zeitverschwendung: Die angesagten Schauspieler Jonah Hill, Seth Rogen und Jay Baruchel tun so, als geben sie sich ganz persönlich und verhalten sich in ihrem angeblich wirklichen Leben wie Kinder. Wie sehr reiche und reichlich beschränkte Kinder. Dazu gibt es auch noch ein paar ernsthafte und bessere Darsteller wie James Franco und Emma Watson, die bei einer drogen- und alkohol-verseuchten Party mitmachen. Ein ganzer Tisch voller Gras und Joint ist die Überraschung, mit der Seth (Rogen) seinen Freund Jay (Baruchel) begrüßt. Während man sich wieder mal Gedanken über den Untergang der Kultur des Abendlandes macht, geht im Film wenigstens Los Angeles den Bach runter: Vor der Villa von James Franco (James Franco) toben Erdbeben, brechen Vulkane aus und Wesen der Unterwelt verspeisen jeden, der nicht bei drei in Francos Keller hockt. Und wenn die Verzweiflung (im Kino) am größten ist, schweben haufenweise Menschen in den Nachthimmel. Leider die Falschen: denn unsere bekannten untalentierten Schauspieler bleiben uns noch eine Stunde Filmqual lang erhalten. Dass sie eine Himmelfahrt erlösen soll, ist so hirnrissig wie der Rest. Dieser Kinobesuch bleibt ein Himmelfahrtskommando.

Unter all den oft seltsamen Versuchen, von Schauspielern sich dokumentarisch selbst darzustellen (siehe Joaquim Phoenix' Mocumentary „I'm Still Here"), ist dies der blödeste. Produzent, Autor, Regisseur und Blödeldarsteller Seth Rogen hat Nachgespräche und einen Nachdreh zum eigenen Film „Ananas Express". Dazwischen In-Dialoge, die entweder dämlich sein sollen oder bemühten Small Talk als dämlich bloßstellen wollen. Und dann parodieren sie alle ein paar Katastrophenfilme. Sollen essentielle Sätze wie „Ich will nicht in James Francos Haus sterben" witzig sein? Dass ausgerechnet der ausgezeichnete James Franco einen Haufen unwichtiger Darsteller beherbergt, ist jedenfalls irritierend wie eine Möbius-Schleife in dieser kläglichen Kammerspiel-Klamotten-Apokalypse.

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