29.4.13

Passion (2012)

BRD, Frankreich 2012 (Passion) Regie: Brian de Palma mit Rachel McAdams, Noomi Rapace, Paul Anderson, Karoline Herfurth, Rainer Bock 105 Min. FSK ab 16

Wenn der Sponsor mit dem Handy zweimal klingelt ... gibt das noch längst keinen erotischen Thriller. Altmeister Brian De Palma hat wohl seinen Steuerberater auch mal einem Film machen lassen. Außerdem brauchte er ein neues Handy und die Filmförderung Berlin-Brandenburg warf ihm zusätzlich Geld hinterher. Das Ergebnis ist schrecklich: In einem weiblich dominierten Werbehaus beschäftigen sich Chefin (Rachel McAdams), Assistentin (Noomi Rapace) und deren Assistentin (Karoline Herfurth) mit Intrigen. Zeit für Arbeit kann da keine bleiben, deshalb muss auch Betrug im Spiel sein, um die Miete am Potsdamer Platz zu bezahlen. Mit Verführung zwischen den Frauen soll da auch was laufen, aber dies funktioniert ebenfalls nicht. Bis zum Mord vergehen mühsame 60 Minuten. Man staunt, was da für ein Krampf unter dem guten Namen De Palma läuft. Allein der Name Christine erinnert an Spannung, die Schauspielerin Rachel McAdams dahinter ist eine Witzfigur. Auch Noomi Rapace, die wieder mit Kamera ins Bett geht, spielt extrem schlecht. Dass unverschämtes Product Placement - auch für Berlin - raffiniert das Thema Werbung und Oberflächlichkeit spiegeln soll, kann man beim besten Willen nicht als Entschuldigung gelten lassen. In den besten Szene ist De Palma eine Parodie seiner selbst - in der Zeit als er der Epigone Hitchcocks war. Mit dieser Enttäuschung, die auf Alain Corneaus „Crime d'amour" aus 2010 basiert, sollte seine Karriere nicht zu Ende gehen.

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