16.2.13

Berlinale 2013 Goldige Einzelkämpfer-Party


Martin Heisler, Berliner Produzent aus Aachen, schwamm zum Ende der Berlinale in Gold: An der Premieren-Party zu seinem neuen Film „Einzelkämpfer“ (Regie: Sandra Kaudelka) nahmen auch alle vier ruhmreichen DDR-Sportler teil, die Protagonisten der Dokumentation sind: Olympiasiegerin Marita Koch ist die beste 400-Meter-Läuferin aller Zeiten. Sie erzielte fünfzehn Weltrekorde, ihr letzter ist bis heute ungebrochen. Die Sprinterin Ines Geipel wollte die Olympischen Spiele 1984 in Los Angeles nutzen, um aus der DDR zu fliehen. Brita Baldus war ehemals beste Wasserspringerin der DDR. Der Kugelstoßer Udo Beyer wurde Olympiasieger und dreifacher Weltrekordler und blieb jahrelang Kapitän der DDR-Leichtathletikmannschaft.

Im rauen Ambiente der Volksbar am Rosa-Luxemburg-Platz wirkt Marita Koch im dezenten Abendkleid verlorener als auf dem Siegertreppchen. Eine Kette mit kleinem Gold-Medaillon erinnerte wohl absichtslos an die vielen Goldmedaillen, die der Sprint-Star in der ersten Hälfte der Achtziger gewonnen hat. Bild-Zeitung sei dank bekam der Film „Einzelkämpfer“ mit der Titel-Schlagzeile über ein angebliches Doping-Geständnis von Kugelstoßer Udo Beyer viel falsche Aufmerksamkeit. Regisseurin Sandra Kaudelka selbst wurde durch den Fall der Mauer 1989 vom ungeliebten Leistungssport befreit. Hoffentlich färbt trotzdem etwas Gold auf die Karriere des Films ab, für den Martin Heisler einen kleinen Start im Herbst anpeilt.

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