7.1.13

Bela Kiss: Prologue

BRD 2012 Regie: Lucien Förstner mit Kristina Klebe, Rudolf Martin, Fabian Stumm, Ben Bela Böhm 106 Min.

Der Horror! Furchtbare Dialoge, schlechtes Schauspiel, dürftige Handlung - aber die Spezialeffekte! Dieser Debüt- und Low Budget-Film führt fünf Bankräuber in ein so abgelegenes Hotel, dass man sich dort als großer Böser Wolf und Rotkäppchen eincheckt. In eifrig stilisierten Rückblenden, für die es Fleißkärtchen gibt, läuft die Geschichte eines ungarischen Serienmörders aus dem letzten Jahrhundert drohend auf die Gegenwart zu. Dieser Bela Kiss hinterließ zwanzig Fässer mit Frauenleichen, als er in den 1. Weltkrieg zog und danach nicht mehr gesehen wurde.

Quälend uninteressant geifert „Bela Kiss" eher untalentiert dem Trend hauptsache ultrabrutaler Splatterfilme nach. Das fleischfressende Hotel ist mehr "Hostel" als vermeintlich lüsterne Absteige. Dabei sehen die fünf Protagonisten aus, als wenn sie nicht mal Förmchen im Sandkasten mopsen könnten, geschweige denn eine Bank berauben. Ihre Dialoge sind ebenso schlecht gesprochen wie geschrieben. Das Debüt spritzt eifrig mit Blut rum, versucht mit heftiger Gewalt aus dem Trauerspiel einen Thriller zu machen, es mit drastischen Darstellungen und sexuellen Andeutungen aufzuladen. So ein Filmversuch mag für ein Nischenpublikum auf DVD funktionieren. Im Kino grenzt derart miese Qualität schon an Betrug.

Mysteriös bei all dem ist nur die Dauer-Einblendung einer großen Zahl mitten im Bild. Aber das kann auch eine Unverschämtheit des Filmverleihers bei der Presse-DVD sein.

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