30.8.12

Venedig 2012 Superstar und Serienkiller

Die französischen Superstars Kad Merad („Willkommen bei den Sch'tis") und Cecile de France („Der Junge mit dem Rad") konnten die oberflächliche Medienkritik „Superstar" von Xavier Giannoli nicht davor retten, die erste Enttäuschung im frühen Wettbewerb abzuliefern. Außerhalb des Löwen-Rennens hingegen sorgte ein eisiger Serienkiller für große Begeisterung im nicht nur für „The Iceman" stark heruntergekühlten Pressekino: Der erst vierte Film, des 1973 in Israel geborenen Ariel Vromen („Visions - Die dunkle Gabe") hat atemberaubende Starpower, eine knallharte Gangsterstory und ein Psychodrama, das in dieser Kombination Seinesgleichen sucht. Man könnte direkt Scorsese zum Vergleich heranziehen, aber vor allem Michael Shannon, der den Massenmörder Richard Kuklinski als sensiblen Psychopathen und Familienmensch zeigt, macht „The Iceman" zu etwas Speziellem. Ray Liotta als Gangsterboss, James Franco als Kuklinskis Kumpel und Winona Ryder als seine Frau komplettieren den Kino-Genuss.

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