28.8.12

Am Ende eines viel zu kurzen Tages

BRD, Irland, Österreich 2011 (Death of a Superhero) Regie: Ian FitzGibbon mit Andy Serkis, Thomas Sangster, Aisling Loftus, Michael McElhatton 97 Min. FSK ab 12

Ein Feuerwerk starker Szenen und Zeichnungen charakterisiert den Teenager Donald Clarke (Thomas Sangster). Der 15-jährige Krebskranke verschließt sich aus Angst vor dem Tod, zeichnet Comics mit düsteren Superhelden, spielt Selbstmorde durch und treibt seine Eltern zur Verzweiflung. Die Chemotherapie hat ihn kahl gemacht. Rechtlich ist er längst nicht mehr zurechnungsfähig, kann also seine Graffiti großflächig in der Stadt verteilen. Erst „Psycho Nr. 6"Dr. Adrian King (Andy Serkis), der sich sehr für seine Zeichnungen interessiert, kann zu Donald vordringen. Obwohl er erstaunlicherweise nicht viel macht.
Nach einem Drehbuch von Anthony McCarten, der seinen eigenen Roman „Superhero" adaptierte, entstand diese energische Mischung aus Realfilm und Animation. Super gespielt, behandelt der Film ohne Klischees den schwierigen Umgang mit Krankheit und Tod.
Jessica Schwarz hat übrigens eine kleine Rolle als Prostituierte, bevor sie nächste Woche in „Heiter bis wolkig" selbst eindrucksvoll die Patientin spielt.

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