28.4.10

Fly me to the moon 3D


B 2008 (Fly me to the moon) Regie: Ben Stassen, 80 Min.

Dass vor ein paar Jahren Gerard Depardieu im Wallonischen Dörfchen Aubel seine Weine persönlich beim Weinhändler Marc Stassen vorstellte, war kein Zufall, denn Marcs Bruder Ben gehört zu den großen Kreativen der Filmwelt. Nun läuft Ben Stassens nette 3D-Animation „Fly me to the moon“, der erste abendfüllende, komplett in 3D animierte Film, mehr als zwei Jahre nach der Premiere in Lüttich im Dürener Comet.

Die Geschichte von drei lustigen Fliegen-Teenagern, die 1969 bei der ersten Mond-Mission Huckepack mit dabei sind, lehnt sich deutlich sichtbar an ähnliche Disney- und Pixar-Filme an. Es ist der bekannte Spaß mit kleinen, sympathischen Helden, die für Action und Humor sorgen. Das Erstaunliche bei diesem Meilenstein der 3D-Animation ist, dass der von 60 Animations-Künstlern in Brüssel realisierte „Fly me to the moon“ nach 20 Mio. Dollar aussieht, aber längst nicht so viel gekostet hat. Dies überzeugte auch ein amerikanisches Studio, den Film gleich in 1500 USA-Kinos zu zeigen.

Das ist typisch für den Animations-Pionier und -Spezialisten Ben Stassen. Zu seiner erstaunlichen Erfolgsliste gehören nicht nur die Markführerschaft bei den „Rides“, die in Vergnügungsparks von zig Millionen Menschen erlebt wurden, auch der animierte Kurzfilm „Haunted Castle“ (2001), der von der IMDB mit einem Einspielergebnis von fast 14 Mio. Dollar als zweiterfolgreichster Kurzfilm geführt wird, stammt von Stassen, der in Brüssel das Animations-Studio nWave gründete. „Around the World in 50 Years 3D“, die animierte Weltreise einer Schildkröte steht für 2010 als Premiere auf dem Programm.